Spendenübergabe KID

Dr. Dieter Alt (li.) überreichte Dr. Susanne Weg-Remers und Prof. Josef Puchta einen Spendenscheck über 12.006 Euro. Foto: dkfz.de

Der Krebs-Informationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungs-Zentrums (DKFZ) freut sich über eine großzügige Spende der „Aktion Bewusstsein für Brustkrebs e.V.” in Höhe von 12.006 Euro. Bei dem Geld handelt es sich um das Restvermögen des Vereins, der sich nach 17 Jahren aufgelöst hat. Dr. Dieter Alt, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins, übergab den Scheck vor wenigen Tagen an Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des KID, und Prof. Josef Puchta, administrativ-kaufmännischer Vorstand des DKFZ.

Mit rund 74.500 Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs bei Frauen in Deutschland die häufigste Krebsart. „Knapp 51 Prozent aller Frauen, die sich an den KID wenden, stellen Fragen zu Brustkrebs“, erklärte Susanne Weg-Remers. „Das zeigt, wie groß der Informationsbedarf ist.“ Frauen über Brustkrebs und die Früherkennung zu informieren und ihnen so die Angst zu nehmen – das war auch das Ziel des Vereins „Aktion Bewusstsein für Brustkrebs e.V.“. Mit zahlreichen Informationstagen, Vorträgen und Broschüren war er bis Ende Dezember 2012 aktiv. Nun stellt der Verein seine Tätigkeit mangels Nachfolger ein. „Man muss irgendwann loslassen können“, stellte Dieter Alt fest und scherzte: „Ich habe mich lange beruflich mit Brustkrebs beschäftigt, bin mittlerweile 67 Jahre alt und keiner, der irgendwann aus dem Vortragsraum getragen werden will. Der KID war von Anfang an Partner unseres Vereins. Daher war klar: Unser Restvermögen soll dem Krebsinformationsdienst zugutekommen.“

„Wir bedanken uns sehr herzlich für die großzügige Spende und das Vertrauen in unseren Krebsinformationsdienst“, sagte Josef Puchta. „Der KID liefert Informationen von höchster Qualität. Wer bei uns Informationen weitergibt, hat einen medizinischen Hintergrund. Das unterscheidet uns von vielen anderen Diensten.“ Auch die Statistik zeigt, dass der KID eine wichtige Adresse für Betroffene, Angehörige und Informationssuchende in ganz Deutschland ist: rund 29.000 Anfragen erhält der KID pro Jahr.