Die Stadt Heidelberg erhält weitere 3,2 Millionen Euro Finanzhilfe für die Konversionsmaßnahme Heidelberg-Bahnstadt aus Mitteln des Landes und des Bundes. Dies teilte das baden-württembergische Finanzministerium am 8. März 2012 mit. Der Förderbetrag ist der höchste für eine einzelne Maßnahme in Baden-Württemberg. Die Städtebauförderung verfolgt das Ziel „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“, um den Flächenverbrauch in den Städten und Gemeinden zu vermindern. Die Stadt Heidelberg ist seit 2008 mit der Bahnstadt im Programm „Stadtumbau West“. Die Finanzmittel sollen u.a. für Erschließungsmaßnahmen und Grunderwerb sowie für die soziale Infrastruktur, wie die Einrichtung eines Nachbarschaftstreffs, verwendet werden.

Hintergrund: die Bahnstadt

In zentraler Lage von Heidelberg entsteht derzeit mit der Bahnstadt ein neuer Stadtteil mit einer Mischung aus Wohnen, Wissenschaft und Gewerbe. Das Areal auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs ist mit 116 Hektar eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland. In Heidelbergs jüngstem Stadtteil, der größer ist als die Heidelberger Altstadt, werden nach der Fertigstellung ca. 5.000 Menschen leben und 7.000 arbeiten. Es wird erwartet, dass Investitionen in Höhe von rund zwei Milliarden Euro in den neuen Stadtteil fließen.

Herz der Bahnstadt ist der Campus mit Forschungsinstituten und wissenschaftsbasierten Unternehmen. Mitte 2012 ziehen die ersten Bewohner in den neuen Stadtteil, zum selben Zeitpunkt werden auch die ersten Arbeitsplätze im Campus zur Verfügung stehen. Mit seinem Energiekonzept setzt Heidelberg-Bahnstadt Zeichen beim Klimaschutz. Alle Gebäude werden nach Passivhaus-Standards errichtet. Die Bahnstadt wird damit zur weltweit größten Passivhaussiedlung. Der verbleibende Energiebedarf wird fast vollständig aus regenerativen Energien gedeckt.

Weitere Informationen: www.heidelberg-bahnstadt.de
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Heidelberg vom 9. März 2012