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Das Greenpeace-Aktionsschiff “Beluga II” legt am 19. April 2015 in Mannheim an. Foto: Greenpeace

Das Aktionsschiff „Beluga II“ von Greenpeace macht auf seiner „Save the Arctic“-Tour auch in Mannheim fest. Die „Beluga II“ liegt am 19. April 2015 in Mannheim am Stephanienufer (Rheinpromenade im Stadtteil Lindenhof). Besucher sind von 11.00 – 18.00 Uhr herzlich willkommen.

Mit ihrer Tour machen die Aktivisten der unabhängigen Umweltorganisation Greenpeace auf die Gefahren aufmerksam, denen die Arktis ausgesetzt ist: Die Erderwärmung lässt das ewige Eis schmelzen. Das nutzen Konzerne, um die vermuteten Schätze der Arktis auszubeuten: Öl- und Gasvorkommen sowie reiche Fischgründe. „Es ist absolut unverantwortlich, in der Arktis nach Öl zu bohren. Das Risiko einer Ölkatastrophe ist wegen der extremen Witterungsbedingungen dort viel zu hoch“, sagt Janina Hornig, Sprecherin der Greenpeace-Gruppe Mannheim – Heidelberg. „Die Arktis ist eine der letzten weitestgehend unberührten Regionen der Erde – wir dürfen nicht zulassen, dass sie zum Industriegebiet verkommt.“

Seit dem 11. April fährt das Greenpeace-Schiff den Rhein, Main und die Donau entlang. An Bord der „Beluga II“ informiert eine Ausstellung über die Einzigartigkeit der Arktis, die Lebensraum für Eisbären, Walrösser und Narwale ist, aber auch über die Gefahren für die sensible Region. Besucher können ihre Stimme zum Schutz der Arktis abgeben und sich an weiteren Mitmach-Aktionen beteiligen. Die Besatzung bietet auch Schiffsführungen an (außer: 13.00 – 14.00 Uhr).

Greenpeace: „Shell riskiert die Zerstörung der Arktis“

„Trotz massiver Bedenken und internationaler Proteste will der internationale Ölkonzern Royal Dutch Shell in diesem Sommer für Ölbohrungen in die Arktis zurückkehren. Nachdem es bei Shells Arktisprojekt im Jahr 2012 zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas gekommen war, musste der Konzern in den vergangenen beiden Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Noch wartet Shell auf die Genehmigung der US-Regierung. Gleichzeitig zieht der Konzern derzeit aber bereits eine Arktis-Flotte in Seattle zusammen, um von dort dann in die arktische Tschuktschensee vor Alaska aufzubrechen. Sollte Shell in der Tschuktschensee Öl finden und mit der Förderung beginnen, schätzt die US-Regierung die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle während des Förderzeitraums auf 75 Prozent.

Noch immer sind an der Küste Alaskas die Ölreste des letzten schweren Unfalls von vor 25 Jahren nachweisbar. Die Folgen der Havarie der Exxon Valdez zeigen, dass die Arktis zu den ökologisch sensibelsten Regionen auf unserem Planten gehört“, teilt die Greenpeace-Gruppe Mannheim – Heidelberg mit.