Der Radtourismus zählt zu den wichtigsten touristischen Wachstumsmärkten in Deutschland. Die grün-rote Landesregierung setzt sich verstärkt für eine nachhaltige Weiterentwicklung der radtouristischen Angebote in Baden-Württemberg ein. Hierbei arbeiten das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg eng zusammen. Um sich im Wettbewerb mit anderen Regionen zu behaupten, ist eine Weiterentwicklung der Angebote sowie eine enge Zusammenarbeit der Akteure aus den Bereichen Tourismus und Infrastruktur von entscheidender Bedeutung.

Förderung sowie gezielter Neu- und Ausbau der Radinfrastruktur

„Damit Radreisende den Urlaub in unserem Land weiterempfehlen, reicht unsere schöne Landschaft allein nicht aus. Urlauberinnen und Urlauber müssen auch gut befahrbare und ausgeschilderte Radfernwege vorfinden. Mit unserer Förderung sowie dem gezielten Neu- und Ausbau der Radinfrastruktur unterstützen wir den touristischen Erfolg des Landes”, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann am 26. September 2014 anlässlich der Fachtagung „Radtourismus Baden-Württemberg. Vernetzt planen – gemeinsam handeln – erfolgreich vermarkten”.

19 Landesradfernwege mit etwa 5.000 Kilometern bilden das Herzstück

Auf Einladung der Ministerien für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und für Verkehr und Infrastruktur sowie der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg hatten sich rund 180 Vertreterinnen und Vertreter aus Radverkehrsplanung und Tourismus getroffen, um Baden-Württemberg künftig noch besser im Wettbewerb der Radreiseziele aufzustellen. „Die 19 Landesradfernwege Baden-Württembergs bilden mit rund 5.000 Kilometern das Herzstück der touristischen Radwegeinfrastruktur. Auf dem Fahrrad erleben unsere Gäste die gesamte Vielfalt und Schönheit unseres Landes. Naturnah, regional und authentisch – das schätzen Radtouristinnen und Radtouristen am Reiseland Baden-Württemberg”, betonte der Amtschef des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Ministerialdirektor Wolfgang Reimer.

Fachkonferenz zeigte Best-Practice-Beispiele auf

Im Rahmen der Fachkonferenz wurden bereits bewährte Konzepte sowie neue innovative Ansätze vorgestellt. Im Land gebe es bereits sehr gute Best-Practice-Beispiele, betonten Hermann und Reimer. Für die beiden Landesradfernwege Kocher-Jagst- und Neckartal-Radweg seien Geschäftsstellen eingerichtet worden, immer mehr Landesradfernwege würden nach ADFC-Kriterien klassifiziert. Zudem seien alle Landesradfernwege nach dem neusten Stand der Technik beschildert. Die Tourismusbranche müsse nun ihr Potenzial im Radtourismus nutzen und die radtouristischen Angebote für Gäste weiter ausbauen.

Hintergrund-Infos

Der Radtourismus ist Teil des touristischen Kernmarkts „Natur und Aktiv” im Reiseland Baden-Württemberg. In 2013 wurde durch ein Fachgutachten das durch Radtouristen generierte Übernachtungsvolumen auf etwa 3,25 Millionen Übernachtungen und die Bruttoumsätze aus dem Fahrradtourismus in Baden-Württemberg auf rund eine halbe Milliarde Euro pro Jahr geschätzt.

Weitere Informationen:
http://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/mobilitaet-verkehr/rad-und-fuss/
http://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/tourismus/willkommen-in-baden-wuerttemberg/natur-die-fasziniert/aktiv-in-der-natur/
www.tourismus-bw.de/Natur/Radfahren-in-Baden-Wuerttemberg