Eine Führung durch das im Frühling erwachende Sechs-Mühlen-Tal ist wie eine rasante Zeitreise. Kaum eine Strecke ist so geschichtsträchtig – vom frühen Mittelalter bis zur modernen Wasserkraft-Technologie – wie das Sechs-Mühlen-Tal in Weinheim. Irgendwo am Zusammenfluss von Grundelbach und Weschnitz dürften sich im sechsten Jahrhundert die ersten Franken niedergelassen haben. Geopark-Führer Franz Piva nimmt die Teilnehmer mit auf seiner Reise durch die Geschichte der Franken mit der Gründung des Dorfes „ Winnenheim“ – wohl nach einem Franken namens „Wino“ benannt – und der Peterskirche, sowie auf einem etwa vier Kilometer langen Rundweg durch das wild romantische Weschnitztal mit seinen sechs Mühlen.

Die Weschnitz lockt mit ihren reizvollen Mühlkanälen aus der Gründerzeit der Mühlen mit der geheimnisvollen „Unteren Hildebrand Mühle“, deren Gründung noch im Dunkeln liegt. Auch der vor 250 – 290 Millionen Jahren als Vulkanschlot entstandene Wachenberg ist ebenfalls ein Thema. Es ist auch die Geschichte von den ehrbaren Müllern, die den Weg vom Korn zum Brot bereiteten und „Weinheim einst Stadt der Mühlen“ war. Für weitere Höhepunkte sorgt in der „Oberen Hildebrandmühle“ Wolfgang Fuchs. Er informiert über die Wasserkraft zur heutigen Stromerzeugung. Der Rückweg führt abseits der Straße über den „ Unteren Heckenpfad“, entlang am rauschenden Wasser. Hier liegen die Mühlen wie im Dornröschenschlaf und lassen die Geschichte der Müller wieder lebendig werden.

Die öffentliche Führung

Öffentliche Führung am Samstag, 5. März 2016. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Vorplatz der Peterskirche. Die Führung dauert ca. 3 Stunden und kostet 8 Euro pro Person. Kinder bis 13 Jahre zahlen 4 Euro.

Voranmeldung erbeten beim Stadt- und Tourismusmarketing Weinheim e.V.:
Telefon 0 62 01/87 44 50 oder
tourismus@weinheim.de