Wie das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg am 20. Februar 2013 mitgeteilt hat, wurde am 8. Februar eine wiederkehrende Prüfung am Reaktorschutzsystem des Kernkraftwerks Philippsburg (Block 2) durchgeführt. Dabei wurde fehlerhaft das Einfallen von vier Steuerstäben in den Reaktorkern ausgelöst. Ursache waren erhöhte Widerstände an den Kontaktflächen von Schaltern in den elektrischen Schalteinschüben der Steuerstäbe. Zusammen mit dem vorgesehenen Öffnen eines Schalters bei der Prüfung hat dies zu einer Stromkreisunterbrechung geführt, die das Einfallen der Steuerstäbe ausgelöst hat. Die Funktion des Reaktorschutzes war nicht beeinträchtigt. Die eingefallenen Steuerstäbe führten zur Absenkung der Reaktorleistung und damit auch der Generatorleistung.

Der Kraftwerksbetreiber hat dieses Ereignis der Meldekategorie N (Normalmeldung) eingestuft; INES 0. Die beiden betroffenen Schalteinschübe wurden geprüft, wobei man erhöhte Widerstände an den Kontaktflächen der Schalter in den Einschüben feststellte. Die Schalteinschübe wurden ausgetauscht und die wiederkehrende Prüfung erfolgreich wiederholt. Weitere Schalteinschübe im Lager wurden überprüft. Auch dort wurden erhöhte Widerstände an den Kontakten festgestellt. Der genaue Grund für die erhöhten Kontaktwiderstände wird untersucht.

Laut Ministerium war das Ereignis von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung, Auswirkungen auf Personen und die Umwelt hätten sich nicht ergeben.