Wer bei alltäglichen Anstrengungen schnell ermüdet und außer Atem kommt, denkt eher an eine Alterserscheinung oder mangelnde Kondition als an eine ernste Erkrankung. Doch es könnte eine Herzschwäche dahinter stecken, die sich ohne Behandlung noch verschlechtern kann. An welchen Beschwerden man eine Herzschwäche erkennt, was die Ursachen sind und welche Therapien es gibt, darüber informieren die Kardiologen der GRN-Klinik Eberbach bei einem Herzseminar am Donnerstag, 28. November 2013. Patienten, Angehörige und alle Interessierten sind von 17.00 – 19.30 Uhr zu Vorträgen mit anschließenden Fragerunden in das Katholische Gemeindezentrum in Eberbach, Feuergrabengasse 6, eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet im Rahmen der alljährlichen „Herzwochen“ statt, einer bundesweiten Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung.

An einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) leiden in Deutschland laut Angaben der Deutschen Herzstiftung rund zwei Millionen Menschen. Jährlich müssen ca. 370.000 Betroffene deswegen im Krankenhaus behandelt werden. Mehr als 48.000 sterben in Folge der Herzschwäche oder der ihr zugrundeliegenden Herzerkrankung. Symptome sind z.B. Atemnot, Leistungsabfall oder Wassereinlagerungen in den Beinen. „Wer solche Beschwerden bei sich bemerkt, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich an seinen Arzt wenden“, empfiehlt Prof. Dr. Hugo A. Katus, Chefarzt der Angiologie und Kardiologie an der GRN-Klinik Eberbach und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie am Universitätsklinikum Heidelberg. „Je früher eine Herzschwäche und ihre Ursache erkannt wird, desto besser können wir sie behandeln.“ Ursachen können z.B. Verengungen der Herzkranzgefäße, genetische Defekte der Herzmuskelzellen (Kardiomyopathien), unbehandelter Bluthochdruck, Erkrankungen der Herzklappen oder Entzündungen des Herzens sein.

Die Vorträge im Einzelnen:

17.10 Uhr: Was ist die chronische Herzschwäche? Beschwerden und Leitsymptome (Dr. Sultan Celik, Oberärztin der Angiologie und Kardiologie, GRN-Klinik Eberbach)

17.40 Uhr: Die Ursachen der Herzschwäche frühzeitig erkennen: Durchblutungsstörungen, Herzmuskelerkrankungen und Herzklappenfehler (Prof. Dr. Grigorios Korosoglou, Stv. Chefarzt der Angiologie und Kardiologie, GRN-Klinik Eberbach)

18.10 Uhr: Medikamentöse Behandlung der Herzschwäche: Wirkungen und Nebenwirkungen – Effekte auch durch sportliche Aktivität? (Dr. Philipp Ehlermann, SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg)

18.40 Uhr: Gefahr: Herzrhythmusstörungen bei der Herzschwäche (PD Dr. Edgar Zitron, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg)

Weitere Informationen zur Herzschwäche:
www.herzstiftung.de