Mitte November 2013 wurde im Eberbacher Stadtteil Neckarwimmersbach ein Fuchs gestellt und erlegt. Der Tierkörper kam anschließend zur Untersuchung in das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) nach Karlsruhe, von wo jetzt die Mitteilung erfolgte, dass bei dem Fuchs keine Anzeichen auf einen Tollwutvirus festgestellt wurden. Um zukünftig zu vermeiden, dass sich weitere Füchse in Wohngebieten aufhalten, gilt es einige Verhaltensregeln zu beachten.

Die reichlich vorhandene Nahrung dürfte u.a. ein Grund sein, weshalb sich Füchse überhaupt in Siedlungsgebieten aufhalten. Zu ihrer üblichen Nahrung (z.B. Beeren, Fallobst, Regenwürmer) gehören auch die Abfälle von Menschen. Besonders beliebt sind Nahrungsreste in Abfallsäcken oder auf Komposthaufen. Die Futternäpfe der Hauskatzen, welche oftmals vor den Häusern im Freien aufgestellt sind, sind ebenfalls äußerst attraktiv. Füchse verlieren relativ schnell die Scheu vor den Menschen. Es gilt in jedem Fall zu verhindern, dass Füchse zahm werden. Daher dürfen Füchse keinesfalls, ob bewusst oder unbewusst, gefüttert werden. Die Tiere werden sonst zutraulich und können sogar in Wohnungen eindringen, um Nahrhaftes zu suchen.

Das Wichtigste ist, dass Füchse keine Nahrung und keinen Unterschlupf in den Gärten der Wohngebiete bzw. in der Nähe der Wohnhäuser finden. Denn sie streifen nachts vor allem zur Nahrungssuche durch Gärten oder suchen einen geeigneten Unterschlupf.

Tipps:

  • Keine Reste von Fleisch, Knochen oder Käse auf den Komposthaufen werfen.
  • Keine Futterteller für Haustiere draußen aufstellen.
  • Kein Fallobst liegen lassen.
  • Beerensträucher vergittern.
  • Müllsäcke erst am Tag der Abfuhr bereitstellen (nicht bereits am Vorabend).
  • Schuhe, Gartenhandschuhe, Kinderspielsachen (u.ä. Gegenstände) über Nacht wegräumen. Diese sind als Spielzeug vor allem bei Jungfüchsen sehr beliebt.
  • Unterschlupfmöglichkeiten (z.B. unterm Gartenhaus) verschließen.
  • Haustiere im Freien (z.B. auch Meerschweinchen oder Hamster) müssen unbedingt fuchssicher eingezäunt sein und gehören nachts in einen geschlossenen Stall.
  • Eine ausreichende Gartenumzäunung behindert die Streifzüge des Fuchses im Wohngebiet.
  • Sandkästen sollten abgedeckt werden.
  • Fuchsbauten sollten unbedingt beseitigt werden, nachdem die Jungfüchse den Bau endgültig verlassen haben.