Nahwärme

Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.): C.-H. Mohr, Geschäftsführer Dombrowski Massivhaus Konzept, H.-D. Weis, Bürgermeister Dielheim, A. Kappenstein, Technischer Geschäftsführer Stadtwerke Heidelberg Umwelt, und N. Hirt, Geschäftsfeldleiter Wärme-Services bei dem Energieversorger. Foto: Peter Dorn

Am 2. Oktober 2013 haben Hans-Dieter Weis (Bürgermeister von Dielheim), Claus-Heinrich Mohr (Geschäftsführer der Dombrowski Massivhaus Konzept GmbH) und Alfred Kappenstein (Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Umwelt) einen Contracting-Vertrag zur Nahwärmeversorgung in der „Neuen Ortsmitte” von Dielheim besiegelt. Mitten im Zentrum saniert die Gemeinde das alte Rathaus und baut gemeinsam mit Dombrowski Massivhaus einen Bürgersaal sowie neue Räume für das Bauamt. Zusätzlich errichtet der Wieslocher Bauträger zehn barrierefreie Wohnungen für Senioren sowie Räume für eine Außenstelle der Sozialstation. Außerdem bietet der Gebäudekomplex einen vielseitig nutzbaren, öffentlichen Gemeinschaftsraum mit Balkon als kommunikativen Treffpunkt.

„Die neuen Gebäude erfüllen den hohen Energiestandard KfW 70 und entsprechen damit heute schon den Anforderungen von morgen”, erklärte Claus-Heinrich Mohr bei der Vertragsunterzeichnung. „Um den restlichen Wärmebedarf der Gebäude effizient zu decken, haben wir uns gemeinsam mit unserem Partner für eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Heidelberg Umwelt entschieden”, berichtete Bürgermeister Hans-Dieter Weis. Im Keller des Neubaus wird der Heidelberger Energiedienstleister eine moderne Heizzentrale mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung errichten. Der Contracting-Vertrag umfasst Planung, Finanzierung, Bau und kompletten Betrieb der Anlage mit emissionsarmem Erdgas über die nächsten 15 Jahre. „Wir freuen uns sehr über diese erste Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dielheim und über das Vertrauen, das damit zum Ausdruck kommt”, sagte Alfred Kappenstein.

Die Wärmeleistung der Anlage wird 80 kW, die elektrische Leistung 6 kW betragen. Damit erzeugt die Heizzentrale rund 130.000 kWh Wärme für den Neubau und das sanierte, historische Rathaus; außerdem können etwa 30.000 kWh Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. „Die Anlage ist ein weiterer Schritt hin zu einer dezentralen Energieerzeugung mit der ressourcenschonenden Kraft-Wärme-Kopplung und damit ein Baustein für die Energiewende vor Ort”, betonte Kappenstein.