Die Mannheimer Grünen sehen in den aktuell vorgelegten Zahlen zum Alkoholmissbrauch eine Bestätigung für Präventionsangebote. Sie erkennen aber auch deutliche Hinweise, dass noch einiges getan werden muss. Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen, Fraktionsvorsitzende und jugendpolitische Sprecherin der Grünen-Gemeinderatsfraktion betont: „Die aktuellen Zahlen belegen, dass es in Mannheim gute Präventionsangebote gibt, die die Jugendlichen erreichen. Mit dem dezernatsübergreifenden Projekt ‚Hart am Limit – HaLT’ ist es gelungen, ein engmaschiges Netz aus vorbeugenden Angeboten und konkreten Hilfen für Jugendliche und junge Erwachsene anzubieten. Gerade den hier engagierten Ehrenamtlichen möchten wir danken. Ohne sie wären viele der Projekte nicht möglich.”

Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen im Mannheimer Gemeinderat, Stadtrat Raymond Fojkar ergänzt: „Über die Hälfte der Jugendlichen, die nach Alkoholmissbrauch in Mannheimer Kliniken eingeliefert werden, wohnt im Umland. Daher ist es wichtig, die Präventionsangebote in der Region zu vernetzen. Viele Jugendliche beginnen bereits am frühen Abend, bevor sie sich auf den Weg nach Mannheim machen, zu trinken. Dem kann nur durch Angebote in ihren Wohnorten begegnet werden. Die Stadt Mannheim sollte sich dringend für abgestimmte Präventionsangebote in der Metropolregion stark machen.”

Und Stadtrat Mathias Meder, in der Grünen-Gemeinderatsfraktion zuständig für Sicherheit und Ordnung erklärt: „Die aktuelle Studie belegt klar die Sinnhaftigkeit der Testkäufe, um beim Einzelhandel das Bewusstsein für die bestehenden Jugendschutzgesetze zu stärken. Zugleich muss aber auch für eine verstärkte Alkoholprävention generell bei Großveranstaltungen gesorgt werden. Alkoholkonsum spielt bei Veranstaltungen wie z.B. dem Stadtfest eine zu große Rolle – nicht nur bei jungen Menschen. Hier gilt es die Prioritäten anders zu setzen und so nicht zuletzt den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Vorbild zu sein.”