Depression zählt zu den am weitesten verbreiteten seelischen Erkrankungen in der Bevölkerung. Fast jeder fünfte Mensch leidet mindestens einmal im Verlauf seines Lebens an einer Depression. Dabei hat Depression viele Gesichter. Sie verändert tiefgreifend den Stoffwechsel und andere Körperfunktionen ebenso wie Gedanken und Gefühle, aber auch die Verhaltensweisen anderen Menschen gegenüber. Trotz dieser komplexen Symptome sind depressive Erkrankungen bei frühzeitiger Erkennung mit psychologischen und pharmakologischen Therapien gut behandelbar.

Das Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie und die Arbeitsgruppe Verlaufs- und Interventionsforschung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim führen eine Studie über Lern- und Verarbeitungsprozesse bei Depression durch. Mittels Kernspintomographie wird untersucht, wie die Verhaltensänderungen während einer Depression mit den Verarbeitungsmechanismen im Gehirn zusammenhängen. Dabei steht die veränderte Verarbeitung von angenehmen und unangenehmen Erfahrungen im Gehirn depressiver Menschen im Focus.

Für die laufende Studie werden depressive Menschen im Alter von 18 – 60 Jahren gesucht, die akut depressiv sind oder irgendwann einmal in ihrem Leben eine Depression hatten. Aufgrund der kernspintomographischen Untersuchung dürfen sie keine Metallteile im oder am Körper tragen. Die Untersuchung findet an drei Terminen mit einer jeweiligen Dauer von 1,5 Stunden statt. Dabei werden ein psychologisches Interview und eine psychologische Untersuchung in einem Kernspintomographen durchgeführt; zusätzlich erfolgen eine Speichelprobe und eine Blutentnahme. Die Studienteilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung. Alle während der Untersuchung erhobenen Daten werden streng vertraulich behandelt und anonymisiert gespeichert.

Interessierte können sich unter Angabe des Stichwortes „Depression D4“ mit Nennung des Namens und der Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter des Projekttelefons melden:
06 21/17 03-63 21