Lastenrad

Bitte alles reinpacken: Das Fahrrad findet auch als Transportmittel immer mehr Fans. Der ADFC Rheinland-Pfalz rät zum Aufrüsten. Foto: Spezialradmesse

Das Fahrrad ist ein zweckmäßiges Transportmittel und dabei vielseitiger, als man denkt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Rheinland-Pfalz betont, dass ein Rad mehr kann, als einen Menschen von A nach B zu befördern. Mit Gepäckträger, Tasche oder Anhänger kann man so viele Dinge transportieren, dass man nur selten tatsächlich ein Auto braucht. „Schon zwei Fahrradtaschen schaffen ganz bequem etwa 40 Liter Volumen“, erklärt Christian von Staden, ADFC-Landesvorsitzender. „Wenn man bedenkt, dass etwa die Hälfte aller Einkäufe weniger als fünf Kilo wiegen, kann man jedes zweite Mal den Pkw getrost stehen lassen.“ In Städten hat das enorme Vorteile: Als Rad-Shopper ist man flink und hat keine Parkplatz-Sorgen.

Neben Fahrradtaschen gibt es auch den Einkaufsklassiker „Drahtkorb“ für den Gepäckträger in guten Qualitäten. Für kleine Einkäufe oder einen Marktbesuch reicht ein solcher Korb völlig aus. Wird’s sperriger, z.B. mit Getränkekisten, haben sich Radexperten günstige Wasserkisten-Halter zum Nachrüsten ausgedacht, die im Praxistest gut abschneiden. „Zu beachten ist allerdings, dass zwei Kisten Wasser mehr als 30 Kilogramm wiegen können. Deshalb muss auch der eigene Gepäckträger am Fahrrad stabil genug sein“, so der ADFC-Experte.

Um einiges teurer als der Wasserkisten-Halter ist ein Fahrradanhänger, mit dem sich dann aber locker bis zu 60 Kilogramm nach Hause schleppen lassen. „Mit rund 250 Euro zusätzlich machen Sie so aus Ihrem Drahtesel einen Lastenesel“, rät von Staden. Für Fahrrad-Fans mit Platz und der Bereitschaft, etwas mehr zu investieren, gibt es in der jüngsten Zeit flexible Lasten- oder Cargoräder, und zwar für jeden Geldbeutel und jeden Transportwunsch. Sie sind bequem, im Fahrradalltag immer ein Hingucker und auch zum Transport von Kleinkindern geeignet. Im Übrigen können die Transportwunder mit elektrischem Rückenwind ausgestattet werden – so spricht selbst mit durchschnittlicher Kondition nichts mehr gegen den Einkauf per Rad.

Weitere Informationen zum ADFC Rheinland-Pfalz:
www.adfc-rlp.de