Mannheimerinnen und Mannheimer stimmten zahlreich ab

Die braunen Kulleraugen des Auerochsenkälbchens aus dem Mannheimer Dossenwald hatten es vielen Bürgerinnen und Bürgern im Sommer angetan. Und so sendeten sie fleißig Namensvorschläge ein, als die Stadt im August zur Namenssuche aufrief. Über 100 Namen wurden vorgeschlagen, rund 200 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich. Zehn Namen wurden so häufig genannt, dass sie in die zweiwöchige Abstimmung kamen. Am Ende war es dann eine sehr knappe Entscheidung: Mit 29 Stimmen fiel die Wahl auf Carlotta, knapp dahinter lag Toffee mit 28 Stimmen, auf Platz drei landete Aurora mit 20 Stimmen.

Urkalb - © Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

Urkalb © Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

Damit erhält der jüngste Zuwachs im Wildgehege im Mannheimer Dossenwald nun den schönen Namen Carlotta. Ein Name, den viele wohl auch in Anlehnung an Carlos I auswählten. Denn Carlotta, die am 4. August zur Welt kam, war eine besondere Überraschung, da ihr Vater der im Januar an Altersschwäche gestorbene Carlos I ist.

Norbert Krotz, Revierleiter, freute sich über die rege Bürgerbeteiligung: „Schön, dass so viele Mannheimerinnen und Mannheimer bei der Namenssuche mitgemacht habe. Carlotta und Mutter Madonna geht es wunderbar. Carlotta hat sich in die Herde integriert und bereitet uns allen im Forst viel Freude.“

Hintergrund:

Im städtischen Wildgehege im Dossenwald werden Auerochsen seit dem Frühjahr 2001 gehalten. Die Auerochsen-Herde besteht nun aus sieben Tieren: zwei Auerochsenkühe (elf und 14 Jahre alt), der neue Auerochsenbulle Carlos (zwei Jahre alt), zwei junge Kühe (jeweils ein Jahr alt), ein Bullen-Kälbchen, das ein halbes Jahr alt ist, und ein weibliches Kalb. Neben den Auerochsen werden im Gehege auch noch 21 Mufflons gehalten.

Auerochsen sind die Urform unserer Hausrinder. Sie waren ehemals in ganz Europa verbreitet und bevorzugten Flussniederungen und lichte Wälder als Lebensraum. Auerochsen sind anspruchslose Wiederkäuer und fressen Gras und Kräuter, im Winter auch Samen wie Eicheln und Kastanien. Auerochsen erreichen eine Widerristhöhe von 1,8 Metern, gemeint ist hier der erhöhte Übergang vom Hals zum Rücken. Zudem erlangen sie ein Gewicht von bis zu 1.000 Kilo und ein Alter von bis zu 18 Jahren.