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13. Hochwasserschutzforum in der Metropolregion Rhein-Neckar @ Mannheim, IHK Rhein-Neckar
Dez 10 um 09:00 – 15:00

13. Hochwasserschutzforum in der Metropolregion Rhein-Neckar

Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung urbaner Sturzfluten

Bereits 2007, als sich das Hochwasserschutzforum Rhein-Neckar zum ersten Mal mit urbanen Sturzfluten befasste, ist deutlich geworden, dass diese plötzlich und lokal auftretenden Überflutungen Städte und Gemeinden, aber auch Unternehmen regionsweit vor große Probleme stellen können. Seither hat die Häufigkeit von extremen Wetterereignissen – zumindest gefühlt – noch einmal deutlich high-water-266951_640zugenommen und auch künftig lassen die Auswirkungen des Klimawandels ein vermehrtes Auftreten erwarten. Mit Blick auf die damit verbundenen Herausforderungen greift das Forum deshalb erneut die Frage nach dem richtigen Umgang mit den schwer kalkulierbaren Risiken der urbanen Sturzfluten auf.

Eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung auf Starkregenereignisse spielen Niederschlagsdaten. Zur Verbesserung der Kenntnisse über die räumliche Verteilung von Starkniederschlägen befasst sich der Deutsche Wetterdienst derzeit in einem Projekt der Strategischen Behördenallianz „Anpassung an den Klimawandel“ mit der Erstellung einer radargestützten, hochauflösenden Niederschlagsklimatologie für Deutschland zur Auswertung der gegenwärtigen Änderung des Extremverhaltens von Niederschlag.

Die systematische Analyse und Bewertung der lokalen Überflutungsgefährdung bildet einen grundlegenden Baustein des Risikomanagements in der kommunalen Überflutungsvorsorge. Dessen Inhalte sind Gegenstand eines neuen DWA-Merkblatts. Darin finden sich auch Antworten auf die Frage, mit welchen Maßnahmen das Oberflächenwasser trotz begrenzter Kapazität von Kanalisation und Gewässern möglichst schadlos abgeführt werden kann. Da die Anpassung der Infrastruktur extrem teuer und aufwendig ist, lohnt es sich, das gesamte Maßnahmenspektrum der Überflutungsvorsorge in die Überlegungen mit einzubeziehen und den Überflutungsschutz als kommunale Gemeinschaftsaufgabe anzusehen. So bietet etwa der Prozess einer wassersensiblen Stadtentwicklung zahlreiche Ansätze zu flächenbezogenen Maßnahmen, z.B. wenn es um die Suche nach anderen Speicherräumen im Zusammenhang mit einer multifunktionalen Flächennutzung geht.

Schließlich setzt sich die Veranstaltung eingehend mit haftungsrechtlichen Fragestellungen auseinander, mit denen die Kommunen im Zusammenhang mit Starkregenereignissen immer wieder konfrontiert werden.

Programm:

09:00 Uhr
Begrüßung
Dr. Wolfgang Niopek, Stv. Hauptgeschäftsführer IHK Rhein-Neckar

Einführung in das Thema
Ralph Schlusche, Direktor Verband Region Rhein-Neckar

09:15 Uhr
Bemessungswesen und Risikomanagement von Starkregen im urbanen Raum im Kontext des Klimawandels
Dr. Tanja Winterrath, Deutscher Wetterdienst, Offenbach

Urbane Sturzfluten – Überflutungsanalysen nach dem neuen DWA-Merkblatt M 119 am Fallbeispiel der Stadt Worms
Dr.-Ing. Thomas Kraus, Brandt-Gerdes-Sitzmann Wasserwirtschaft GmbH, Darmstadt

Diskussion/Fragen

10:45 Uhr Kaffeepause

11:15 Uhr
Wassersensible Stadtentwicklung – Schwammstadt?
V-Prof. Dr. Carlo W. Becker, bgmr Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Brandenburgische technische Universität Cottbus Senftenberg

Praxisbeispiel zum kommunalen Überflutungsschutz
Klaus Krieger, Abteilungsleiter Konzeption des Ver- und Entsorgungssystems HAMBURG WASSER, Hamburg

Abwassertechnische Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen von Starkregenereignissen – Begrenzung von Haftungsrisiken
Rechtsanwalt Prof. Dr. jur. Peter Nisipeanu, Schwerte

Diskussion/Fragen

Sep
30
Sa
Mach neu aus alt – Upcycling-Workshop für Frauen @ Heidelberg, Dezernat 16, Emil-Maier-Straße 16
Sep 30 – Okt 1 ganztägig