Der BUND-Kreisverband Bergstraße begrüßt ausdrücklich die Beschlüsse der Gemeindevertretungen von Fürth und Grasellenbach zur Konzessionsvergabe für die Errichtung eines Windparks im Gebiet „Kahlberg”. „Damit leisten die Gemeinden einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, die den Ausstieg aus der Nutzung nuklearer und fossiler Energieträger zum Ziel hat. Besonders begrüßenswert ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass jenseits aller Kirchturmpolitik über die Gemeindegrenzen hinweg geplant worden ist und bei der Planung stets Transparenz gegenüber der betroffenen Bevölkerung herrschte. Das hat dazu geführt, dass im Gegensatz zu anderen Standorten im Odenwald den geplanten Windkraftanlagen eine große Akzeptanz seitens der Bürger von Fürth und Grasellenbach entgegengebracht wird. Begünstigt wird die Akzeptanz nicht zuletzt dadurch, dass bei der Auswahl der Anbieter darauf geachtet wurde, den Kommunen und Bürgern die Möglichkeit der Beteiligung an der wirtschaftlichen Nutzung der Anlagen zu gewährleisten“, so der BUND.

BUND: „Im Bereich ‚Kahlberg’ keine größeren Probleme mit dem Artenschutz“

„Im Bereich ‚Kahlberg’ weisen bereits vorliegende Gutachten nach, dass es mit dem Artenschutz keine gravierenden Probleme geben wird, weshalb die Fläche im Regionalplan Südhessen als Windkraftvorranggebiet vorgesehen ist. Der BUND erwartet von der hessischen Landesregierung, dass sie die Ausweisung von Windkraftvorrangflächen in den Regionalplänen zügig vorantreibt, um einerseits endlich Rechtssicherheit für Windkraft-Investoren zu schaffen und um andererseits die Flächen außerhalb von Windkraftvorranggebieten von Windkraft freihalten zu können. Denn noch liegt sowohl bei der installierten Leistung von Windenergieanlagen als auch bei der 2014 neu installierten Leistung von Windenergie Hessen im Bundesvergleich erst an zehnter Stelle. Wenn die Landesregierung ihr Ziel erreichen will, innerhalb der Legislaturperiode den Anteil der Erneuerbaren Energien im Strombereich zu verdoppeln, sind erhebliche Anstrengungen erforderlich“, heißt es von Seiten des Umweltverbands.