Der Ausbau des etwa 1,2 Kilometer langen Deichabschnitts Bobenheim-Roxheim ist fertiggestellt. Damit wurde einer der letzten Bausteine zur Herstellung eines durchgängigen Hochwasserschutzes zwischen Ludwigshafen und Worms geschlossen. Das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), hat zwischen Herbst 2013 und Ende 2014 sowie von März bis Juli 2015 den Rheinhauptdeich in den Gemarkungen Mörsch, Bobenheim-Roxheim und Worms ertüchtigt.

Die Ausbaustrecke beginnt in der Gemarkung Roxheim am alten Bobenheim-Roxheimer Deichwachhaus und endet in der Gemarkung Stadt Worms mit dem Anschluss an die bereits fertiggestellte Hochwasserrückhaltung Worms-Mittlerer Busch. Der etwa 800 Meter lange südliche Deichabschnitt wurde in Erdbauweise ausgebaut. Hier war eine Erhöhung von 20 – 30 Zentimeter erforderlich, um das international zwischen den Rheinanliegern vereinbarte Höhenniveau zu erreichen.

Spezialtiefbauverfahren kam zum Einsatz

Ab dem Schöpfwerk Bobenheim-Roxheim bis zum Anschluss an die Rückhaltung Mittlerer Busch wurden, um den aktuellen Standsicherheitsanforderungen zu entsprechen, abschnittsweise Spundwandbohlen und Dichtwandelemente eingebaut. Um den Freiauslauf des Roxheimer Kanals, welcher den Deich beim Schöpfwerk unterquert, an diese Untergrundabdichtung anzuschließen, war in der letzten Bauphase ein weiteres Spezialtiefbauverfahren (Hochdruckinjektion-Dichtwand) zum Einsatz gekommen.

„Deichausbau ist ein wichtiger Beitrag zum rheinland-pfälzischen Hochwasserschutz. Auch der Rheinhauptdeich Bobenheim-Roxheim trägt dazu bei, die Folgen von Hochwasser am Oberrhein zu reduzieren“, begrüßte Struktur- und Genehmigungsdirektions-Präsident Seimetz den Abschluss der Bauarbeiten. Gleichzeitig dankte er auch allen, die während der Bauzeit immer wieder Behinderungen bei der Zufahrt zu ihren Flächen bzw. bei der Nutzung der Radroute hinnehmen mussten, für ihr Verständnis. Die Gesamtkosten für diesen Deichausbau belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro.