Abschlusskongress H-O-T

Die Bioenergie-Region H-O-T lebt auch ohne Bundesfördermittel weiter (v.l.): Regionalbüroleiter Mathias Ginter, Landrat Dr. Matthias Neth, Landrat Dr. Achim Brötel, H-O-T-Geschäftsführer Sebastian Damm, Alois Gerig (MbB), und die Regionalbüroleiter Frank Künzig und Dr. Wolfgang Eißen. Foto: Bioenergie-Region H-O-T

Die Erfolgsgeschichte der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) geht auch nach dem Auslaufen der Bundesförderung (ecoGuide berichtete) weiter. Das war das klare Signal, das jetzt vom Abschlusskongress ausging. In der letzten Woche hatten sich fast 100 Netzwerkpartner der H-O-T im Schloss von Ravenstein-Merchingen getroffen, um gemeinsam auf die Erfolge der vergangenen sechs Jahre zurückzublicken und über die Zukunft zu diskutieren.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bioenergie-Region H-O-T GmbH, Landrat Dr. Achim Brötel, sagte bei seiner Begrüßung, dass weder die Idee der H-O-T und schon gar nicht die erfolgreiche H-OT-Region durch das Ende der Bundesförderung von der Landkarte verschwinden würden. „Die klare Botschaft ist, dass unsere Modellregion weiterlebt.“ Jetzt gehe es vielmehr darum, in den drei Landkreisen die entsprechenden Strukturen und Anlaufstellen zu schaffen, so Brötel.

Beim Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre der Bundesförderung hob H-O-T-Geschäftsführer Sebastian Damm hervor, dass das Besondere an der Erfolgsgeschichte der H-O-T das große ehrenamtliche Engagement vieler hundert Menschen in der Region gewesen sei. „Wir haben es geschafft, viele Bürgerinnen und Bürger für die Energiewende in ihrem persönlichen Umfeld zu begeistern.“ Enorm wichtig sei hierbei gewesen, dass H-O-T sich auf den Ausbau der erneuerbaren Wärmeenergie konzentriert habe, so Damm weiter. Denn zwei Drittel der Energie, die wir in Deutschland benötigen, sind Wärmeenergie und nicht Strom. „Die alleinige Konzentration auf den Ausbau der Ökostromproduktion ist daher viel zu kurz gegriffen“.

Mit Hilfe der Bioenergie-Region H-O-T gelang es, elf Bioenergiedörfer aufzubauen

Wie die sogenannte „WärmeWende“ vor Ort gelingen kann, das wurde auf dem Kongress eindrucksvoll durch Reinhold Brück aus dem Bioenergiedorf Bretzfeld-Siebeneich und Roland Bangert aus dem Bioenergiedorf Seckach-Großeicholzheim dargestellt. Insgesamt ist es durch die Hilfe von H-O-T gelungen, elf Bioenergiedörfer in der Region aufzubauen, die jetzt zusammengerechnet pro Jahr mehrere Millionen Liter Heizöl mit erneuerbarer Wärme ersetzen.

Sichtbar geworden in der Region war die Bioenergie-Region H-O-T vor allem durch die drei Regionalbüros in Buchen, Öhringen und Tauberbischofsheim. H-O-T-Geschäftsführer Damm dankte hier auch ganz persönlich den Regionalbüroleitern Dr. Wolfgang Eißen (Hohenlohekreis), Dr. Mathias Ginter (Neckar-Odenwald-Kreis), sowie Frank Künzig und Lothar Lauer (Main-Tauber-Kreis) für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit.

Energiewende in den drei Landkreisen soll weiterhin unterstützt werden

Herzstück des Kongresses im Merchinger Schloss war die Podiumsdiskussion „H-O-T Quo Vadis – Wie geht es mit unserer Modellregion weiter?“. Auf dem Podium saßen neben Landrat Dr. Achim Brötel auch der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig, der ehrenamtliche Bioenergie-Botschafter Hermann Limbacher, Prof. Dr. Martina Klärle und der Geschäftsführer des Stadtwerks Tauberfranken Paul Gehrig. Sie alle gratulierten der H-O-T zu ihren Erfolgen und versicherten, auch weiterhin persönlich die Energiewende in den drei Landkreisen zu unterstützen.