Photovoltaikanlage Bensheim

Foto: Stadt Bensheim

Die Stadt Bensheim hat sich ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. Um diese zu erreichen, ist u.a. ein Ausbau der Photovoltaik notwendig. Dabei setzt die Stadt auf die städtische Förderrichtlinie „Klimaschutz PLUS“, mit der Gebäudeeigentümer beim Bau einer Photovoltaikanlage zusätzlich zur regulären Einspeisevergütung auch noch Zuschüsse der Stadt von bis zu 2.000 Euro erhalten.

Kostenfreies Beratungsangebot zum Thema Photovoltaik

Zusammen mit den überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden, die Bensheim im bundesweiten Vergleich verwöhnen, ist die Investition in solche Anlagen für Gebäudeeigentümer nach wie vor sehr attraktiv. Das gilt insbesondere dann, wenn ein möglichst großer Teil des erzeugten Sonnenstroms direkt vor Ort verbraucht wird. Mit dem für ortsansässige Bürger und Unternehmen kostenfreien Beratungsangebot rund um das Thema Photovoltaik, das seit Anfang 2015 durch den Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Steffen Hofmann, angeboten wird, haben die Bürger zudem die Möglichkeit, sich unabhängig und neutral informieren zu lassen.

Termine hierfür können vereinbart werden unter:
Telefon 14-1 81 oder
klimaschutz@bensheim.de

Bürgerbeteiligungsprojekte

Aber nicht jeder Bürger verfügt über ein geeignetes Dach zur Nutzung der Photovoltaik oder hat die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung, um eine Dachfläche mit einer eigenen Photovoltaikanlage zu bestücken. Daher bieten sich Bürgerbeteiligungsprojekte als ideale Möglichkeit an, um auch Mietern oder Eigentümern ohne geeignete Dachfläche eine Beteiligung an großen Photovoltaikanlagen vor Ort anbieten zu können.

„Energiegenossenschaften haben sich bei der Entwicklung und Umsetzung von Bürgerbeteiligungsprojekten im Bereich der Erneuerbaren Energien bereits vielfach bewährt“, sagt Stadtrat Adil Oyan. Dies liege u.a. in der demokratischen Struktur dieser Organisationsform begründet, denn jedes Mitglied einer Genossenschaft habe eine Stimme – unabhängig von der Höhe der finanziellen Beteiligung. Bürger erhalten über diese Form der Beteiligung also ein Mitspracherecht und können sich auch an den folgenden Projektentwicklungen, wie auch der Weiterentwicklung der Energiegenossenschaft insgesamt, aktiv beteiligen.

Energiegenossenschaft Starkenburg

Luftbild der Photovoltaikanlage

In diesen Tagen entsteht auf dem Dach der Nibelungenlandhalle eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 76 kWp. Luftbild: Stadt Bensheim

Mit Sitz in Heppenheim ist die Energiegenossenschaft Starkenburg die geographisch nächstgelegene und mit mehr als 720 Mitgliedern auch die regional bedeutsamste Energiegenossenschaft. „Daher streben wir eine enge Kooperation mit der Energiegenossenschaft Starkenburg an, um gemeinsam Bürgerbeteiligungsprojekte im Bereich von größeren Photovoltaikanlagen zu entwickeln und den Bensheimer Bürgern zur Beteiligung anbieten zu können“, erklärt Oyan.

Auf Initiative der Stadt Bensheim und mit Unterstützung der Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße kam so nun das erste gemeinsame Projekt „SolarSTARK 13“ mit der Energiegenossenschaft Starkenburg auf Bensheimer Gemarkung zustande. Oyan lobt in diesem Zusammenhang die sehr gute Kooperation mit allen beteiligten Parteien. So wird in diesen Tagen auf dem Dach der Nibelungenlandhalle (Wilhelmstraße) eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 76 kWp entstehen.

Projektbeschreibung und Reservierungsformular für interessierte Bürger:
www.energiestark.de

Die Mindestbeteiligung liegt bei 2.000 Euro. Die Stadt Bensheim wird sich, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung, ebenfalls mit einer Mindestbeteiligung in das Projekt einbringen und so auch Mitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg. Mit der Mitgliedschaft soll auch ein Zeichen für die Energiewende in Bürgerhand gesetzt werden. Um weitere Bürgerbeteiligungsprojekte umsetzen zu können, sind die Stadt Bensheim und die Energiegenossenschaft Starkenburg derzeit auf der Suche nach geeigneten Dächern. Damit sich eine solche Anlage als Beteiligungsprojekt realisieren lässt, sollte das Dach eine geeignete Dachfläche von mindestens 250 Quadratmetern aufweisen. Bei Interesse steht auch hier der Klimaschutzbeauftragte der Stadt bereit. Unternehmen haben dabei auch die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage auf den firmeneigenen Gebäuden als Mitarbeiterprogramm umzusetzen.