„Wir alle sind für die Tiere als Mitgeschöpfe verantwortlich. Die grün-rote Landesregierung gestaltet deshalb Tierschutzpolitik auf hohem Niveau, um dem in der Landesverfassung festgeschriebenen Staatsziel Tierschutz gerecht zu werden. Nach zwei Jahren können wir sagen, dass wir alle Schwerpunkte aus dem Koalitionsvertrag aufgegriffen und mehrheitlich abgeschlossen oder in der Umsetzung bereits weit fortgeschritten sind. Diese erfolgreiche Arbeit ist für uns ein Ansporn, die Daueraufgabe Tierschutz weiter energisch voranzutreiben“, sagte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am 2. August 2013 auf der Landespressekonferenz in Stuttgart.

Schwerpunktthemen des Koalitionsvertrages umfassend angegangen

Die Bandbreite der im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz behandelten Tierschutzthemen erfasse alle Tiere vom Schwein bis zum grünen Leguan. „Wir gehen auch die Ziele des Koalitionsvertrages umfassend an. In der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung haben wir beispielsweise schon seit 2012 eine verstärkte Förderung von besonders tiergerechten Haltungsformen eingeleitet. Wir führen das Verbandsklagerecht nun auf Landesebene ein, nachdem sich der Bund diesem Instrument verschlossen hat“, so Bonde. Der Stellenwert des Tierschutzes werde auch bei der gezielten Förderpolitik sichtbar. „Wir haben die Tierheimförderung verstetigt, das Preisgeld für den Tierschutzpreis verdoppelt und fördern intensiv und umfassender als bisher die Erforschung von Alternativmethoden zum Tierversuch“, sagte Bonde.

Landestierschutzbeauftragte findet große Resonanz

Eine große öffentliche Resonanz habe insbesondere die Einsetzung der Landesbeauftragten für Tierschutz, Dr. Cornelie Jäger, hervorgerufen. Jäger berät die Landesregierung in Tierschutzfragen und ist gleichzeitig Ansprechpartnerin für Tierschutzverbände und -vereine sowie Anlaufstelle für Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern. „Offenbar haben wir mit dieser neuen Einrichtung ein Bedürfnis der Zeit erfasst. Zum positiven Ansehen der Landestierschutzbeauftragten trägt sicher bei, dass sie in ihrer Arbeit vollkommen unabhängig ist und deswegen einen fairen Ausgleich manchmal widerstreitender Interessen und Meinungen bei Tierschutzfragen herbeiführen kann“, kommentierte Minister Bonde die Vielzahl und Vielfalt der Anfragen, die bereits von der Stabsstelle der Landestierschutzbeauftragten bearbeitet wurde. Cornelie Jäger unterstrich: „Mir ist an fachlich fundierten Lösungen und Einschätzungen gelegen, auch wenn beim Tierschutz manchmal viele Emotionen im Spiel sind. Tierschutz erfordert immer Herz und Verstand.“ Sie stehe für alle Organisationen, aber auch Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung, die sich ernsthaft mit Problemen des Tierwohls befassen.