Mit einer neuen Broschüre zum Einsatz von Recyclingbaustoffen will das Umweltministerium Baden-Württemberg für mehr Ressourceneffizienz im Straßenbau sensibilisieren. Jedes Jahr würden große Mengen an mineralischen Rohstoffen aus Steinbrüchen und Gruben gewonnen und zu Baustoffen verarbeitet, weil das Thema Kreislaufwirtschaft noch nicht bei Auftraggebern und Planern angekommen sei, erklärte Umweltminister Franz Untersteller am 13. Dezember 2013 in Stuttgart. Die mit der Rohstoffgewinnung verbundenen und z.T. erheblichen Eingriffe in den Natur- und Landschaftshaushalt könnten mit Recyclingbaustoffen aber vermieden werden: „Bei der Verwertung mineralischer Bauabfälle gibt es ein Potenzial von mehr als 30 Millionen Tonnen jedes Jahr allein in Baden-Württemberg. Diese Massen in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen, würde einen großen Teil der Baunachfrage decken.“

Es gebe keinen Grund, dieses Potenzial an Bauabfällen speziell im Straßen- und Wegebau nicht zu nutzen, so Untersteller weiter. An Recyclingbaustoffe würden ebenso hohe bautechnische Qualitätsanforderungen gestellt, wie an Baustoffe, die konventionell auf der Basis von Kies oder gebrochenem Naturstein hergestellt werden. Zusätzlich gebe es umwelttechnische Anforderungen, die den bedenkenlosen Einsatz von Recyclingbaustoff gewährleisten. „Mit unserer Broschüre wollen wir besonders öffentlichen Auftraggebern eine praktische Handreichung geben und für Recyclingbaustoffe im Straßenbau werben. Rohstoffeffizienz wird in den nächsten Jahren überall in dem Maß an Bedeutung zunehmen, in dem die Rohstoffmengen abnehmen.“

Zur Broschüre:
www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/112813/