„Ökolandbau steht für eine gentechnikfreie und zukunftsfähige Landwirtschaft und für hochwertige Lebensmittel. Der Einsatz für mehr Bio ist damit auch ein wichtiger Beitrag gegen Gentechnik auf Feldern und Tellern. Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Marketinggesellschaft Baden-Württemberg zeigen, dass die Nachfrage nach Bio-Produkten weiter zunimmt. Gegenüber dem Vorjahr greifen mittlerweile 68 statt 64 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher zu Bio-Lebensmitteln. Besonders begehrt sind dabei baden-württembergische Bio-Produkte, die 82 Prozent der Befragten der deutschen und europäischen Bio-Ware bevorzugen – und zwar wegen der regionalen Qualität. Das Bio-Zeichen Baden-Württemberg, das beim Einkauf eine wertvolle Orientierungshilfe bietet, kennen nun 60 Prozent der Kundinnen und Kunden, im Vorjahr waren es noch 55 Prozent. Verbraucherinnen und Verbraucher gönnen sich mit Bio-Produkten nicht nur selbst etwas Gutes, sie zeigen mit ihrer Kaufentscheidung auch FlagBige gegen die Gentechnik“, sagte der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde heute, 13. Februar 2014, bei seinem Besuch auf der Messe Biofach in Nürnberg.

Hintergrund-Infos:

Die Marketinggesellschaft Baden-Württemberg (MBW) lässt jährlich eine repräsentative Verbraucherbefragung zum Thema Bio-Lebensmittel und Bio-Zeichen Baden-Württemberg durchführen. Im Rahmen dieser schriftlichen Umfrage wurden Ende 2013 insgesamt 615 Erwachsene befragt, die überwiegend für den Einkauf in ihrem Haushalt verantwortlich sind. Baden-Württemberg ist Mitglied im „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ und engagiert sich zum Schutz der Verbraucher umfangreich für Gentechnikfreiheit:

  • In den landwirtschaftlichen Landesanstalten, die Tierhaltung betreiben, werden ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel verfüttert.
  • Ein umfangreiches Saatgut-Monitoring für Mais-, Sojabohnen- und Rapssaatgut überprüft die Gentechnikfreiheit des Saatguts vor der Aussaat.
  • Ein in Deutschland einmaliges Ernte-Monitoring bei Mais, Soja, Raps und Leinsaat soll frühzeitig auf Verunreinigungen gentechnisch veränderter Organismen hinweisen.
  • Die amtliche Futtermittel- und Lebensmittelüberwachung überprüft regelmäßig Futter- und Lebensmittel auf gentechnisch veränderte Organismen.
  • Landeseigene Flächen werden nur noch mit der Verpflichtung, keine gentechnisch veränderten Organismen anzubauen, verpachtet.

Baden-Württemberg unterstützt den Ökolandbau durch den Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“.

Weitere Informationen zu 30 Einzelmaßnahmen des Aktionsplans:
www.mlr.baden-wuerttemberg.de/Aktionsplan_Bio/125911.html