Heute (3. Dezember 2014) veranstaltet das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zusammen mit der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. in Fellbach den Kongress „Energiewende mit intelligenten Netzen – Smart Grids in Baden-Württemberg“. Im Vorfeld des Kongresses erklärte Minister Franz Untersteller am 1. Dezember in Stuttgart: „Wir müssen die Struktur unserer Energieversorgung grundlegend verändern, damit wir die Energiewende und den Klimaschutz erfolgreich gestalten können.“ Neben dem Ausbau der großen Übertragungsnetze von Nord nach Süd müssten insbesondere die Verteilnetze auf lokaler Ebene intelligent ausgebaut und mit den vielen dezentralen Erzeugungsanlagen wie Photovoltaik- oder Windkraftanlagen sowie mit Speichern und Verbrauchern vernetzt werden, betonte der Umwelt- und Energieminister.

Intelligente Netze über Jahre hinweg kontinuierlich um- und aufrüsten

„Solche intelligente Netze entstehen nicht über Nacht“, sagte Franz Untersteller. „Vielmehr müssen wir sie über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich um- und aufrüsten und dabei innovative Technologien sowie neue Geschäftsmodelle einsetzen.“ Mit intelligenten Netzen, sogenannten Smart Grids, könne die richtige Balance aus umweltverträglicher, sicherer und bezahlbarer Energieversorgung gefunden werden, so der Minister weiter.

Mit der 2012 ins Leben gerufenen Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg sei es der Landesregierung gelungen, alle relevanten Akteure aus Industrie, Energiewirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenzubringen, betonte Minister Untersteller. Und die Umsetzung der von der Plattform erarbeiteten Roadmap sei nach einem Jahr schon ein gutes Stück vorangekommen. „Das große Engagement aller Beteiligten zeigt mir, das Baden-Württemberg ein Vorreiter bei der Entwicklung und Nutzung von Smart Grids werden kann“, erklärte der Umwelt- und Energieminister.