„Das Umwelt- und Energiemanagement des Umweltministeriums Baden-Württemberg ist vorbildlich und dokumentiert die erneut verbesserte Umweltleistung in eindrucksvoller Weise. Positiv hervorzuheben sind die vielen indirekten Umweltauswirkungen, die vom Ministerium ausgehen.“ So lautet das Abschlussfazit des externen Gutachters, der das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zwei Tage lang nach den Vorgaben des europäischen Umweltsiegels EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) sowie den Anforderungen an ein Energiemanagement entsprechend der ISO-Norm 50001 auf Herz und Nieren prüfte.

Umweltministerium verbrauchte 2013 zehn Prozent weniger Strom als 2012

„Umweltschutz und Energieeffizienz sind unser tägliches Geschäft. Für mich ist es daher selbstverständlich, dass wir hierbei auch selber unserer Vorbildfunktion gerecht werden“, erklärte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller vor wenigen Tagen anlässlich der Veröffentlichung der aktualisierten Umwelterklärung seines Hauses. So habe sein Ministerium in 2013 beispielsweise zehn Prozent weniger Strom verbraucht als im Jahr zuvor. Dies zeige, dass sich der flächendeckende Einsatz von Bewegungsmeldern in Kombination mit Energiesparleuchtröhren in Fluren, Kopier- und Waschräumen sowie Teeküchen lohne. Der Austausch von alten Bildschirmen und Computern gegen energieeffiziente Geräte mache sich hierbei ebenfalls bemerkbar.

Landesstrategie Green IT

Bei der aktuellen Überprüfung, im Fachjargon als Audit bezeichnet, standen neben eigenen Einsparungen des Ministeriums in den Bereichen Strom und Heizwärme auch die sogenannten indirekten Umweltauswirkungen, die das Ministerium positiv beeinflusst, auf dem Programm. Hierunter fallen die 2014 in Kraft getretene Novelle des Wassergesetzes oder das neue Förderprogramm zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm, das sich sowohl auf Abfallbehandlungsanlagen wie auch auf die Landwirtschaft auswirkt. Ein anderes Beispiel ist die Landesstrategie Green IT, die das Umweltministerium in Kooperation mit anderen Ministerien voran bringt und die erhebliche Einsparungen beim Strom- und Ressourcenverbrauch in der Landesverwaltung zum Ziel hat.

EMAS lohnt sich auch in Euro und Cent

Über die Landesgrenzen hinaus geht der Beitrag des Ministeriums zur Donauraumstrategie mit dem Netzwerk Umwelttechnik, das Verwaltung und Unternehmen aus Baden-Württemberg mit Serbien und Kroatien zusammenbringt. „EMAS lohnt sich nicht nur als Marketing-Faktor, sondern auch in Euro und Cent. Die mit EU- und Landesmitteln finanzierten Förderprogramme des Umweltministeriums erzeugen millionenschwere Investitionen in Energie- und Ressourceneffizienz, Umwelttechnik und Abfallwirtschaft“, erklärte Franz Untersteller weiter. Hiervon profitierten die Umwelt, der Klimaschutz und die heimische Wirtschaft gleichermaßen.

Ergänzende Informationen

Das Umweltministerium betreibt seit 1999 ein Umweltmanagementsystem nach den Regeln der EU-weit geltenden EMAS-Verordnung. 2001 hat das Ministerium das erste förmliche Zertifikat erhalten, das jährlich überprüft wird. Im vom Umweltministerium initiierten Konvoi mit allen anderen Landesministerien kam 2014 das Energiemanagement nach der ISO-Norm 50001 dazu. Derzeit gibt es in Baden-Württemberg mehr als 400 EMAS-zertifizierte Betriebe und Institutionen.