„Ohne Energieeffizienz im Gebäudesektor werden wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen. Das Thema ist und bleibt auf der Tagesordnung der Energiewende ganz oben. Ich freue mich deshalb sehr, auch in Zukunft auf den Sparkassenverband und die LBS Landesbausparkasse Südwest als starke Partner bei der energetischen Gebäudesanierung setzen zu können“, erklärte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller heute (18. November 2016) in Stuttgart. Gemeinsam verlängerten Untersteller, der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, Peter Schneider, und der Vorstandsvorsitzende der LBS Südwest, Tilmann Hesselbarth, ihre Kooperationsvereinbarung zur energetischen Sanierung des Gebäudebestandes, die sie bereits 2009 begonnen haben.

„Die effiziente Nutzung von Energie ist ein Thema, das uns alle angeht. Es ist für Klimaschutz, Energiewende und Ressourcenschonung gleichermaßen von großer Bedeutung. Kräfte und Kompetenzen zu bündeln, liegt deshalb nahe“, sagte Sparkassenverbandspräsident Peter Schneider. „Wir wollen mit unserer gemeinsamen Kampagne dazu beitragen, den Anteil an energetisch sanierten Gebäuden in Baden-Württemberg deutlich anzuheben.“

Aktuell hätten die Sparkassen über 57 Milliarden Euro an Krediten für Immobilien vergeben

52 Sparkassen im Land seien engagiert, aktuell hätten die Sparkassen über 57 Milliarden Euro an Krediten für Immobilien vergeben. Neben den Privatkunden stünden genauso Unternehmen im Focus. Gemeinsames Ziel sei, die Effizienzpotenziale möglichst optimal zu erschließen. Der Weg dahin führe für die Kooperationspartner vor allem über Aufklärung und Beratung, sagte Tilmann Hesselbarth, der Vorstandsvorsitzende der LBS Südwest: „Wir sehen besonders bei den Wohnungseigentümern einen großen Beratungsbedarf, aber auch ein ganz erhebliches Interesse: Was sind technisch mögliche Sanierungs- und Optimierungsschritte? Welche rechtlichen Anforderungen haben sich geändert? Im letzten Schritt geht es dann um die Finanzierung.“

Der große Vorteil von Sparkassen und Bausparkassen liege in ihrer Nähe zu den Kunden, ergänzte Umweltminister Untersteller: „Die zum Teil jahrelange Kundenbindung und der direkte Kontakt zu Gebäudeeigentümern und Unternehmen sorgen für kurze Informations- und Beratungswege und für großes Vertrauen, wenn es um Investitionen geht, wie sie die Gebäudesanierung nötig macht.“

Um bei der Beratung noch gezielter agieren zu können, bietet das Umweltministerium den Sparkassen und der Landesbausparkasse vorhandene Kompetenz und Expertise zur Nutzung an, etwa bei der Klimaschutz-und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA). Dazu unterstützt das Umweltministerium bei Veranstaltungen und Projekten beispielsweise mit Informationsmaterial. Auch die Einbindung bei Tagungen, Workshops und Schulungen ist denkbar. In Baden-Württemberg gibt es rund 2,3 Millionen Wohngebäude. Hinzu kommen noch rund 440.000 Nichtwohngebäude im Bestand.