Am Sonntag, 13. März 2016, wählen die Bürger in Baden-Württemberg den 16. Landtag. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e.V., hat seinen BUND-Kandidaten-Check zur Landtagswahl 2016 gestartet. Darin befragt der Umweltverband die Kandidatinnen und Kandidaten der im Landtag und Bundestag vertretenen Parteien zu vier zentralen landesweiten umweltpolitischen Themen. Hinzu kommen regionen-spezifische Fragen. So können sich die Wähler ein Bild machen, wer wie für eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Politik steht und direkt mit Kandidaten in Kontakt treten.

„Der BUND-KandidatInnen-Check soll den Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg helfen, sich über wichtige umweltpolitische Fragestellungen im Land zu informieren und in ihrer Wahlentscheidung zu berücksichtigen. Wir stellen darin vier Fragen zu Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Energiewende und Glyphosat. So erfahren die Wählerinnen und Wähler, welche Parteien sich wie für ein ökologisches Baden-Württemberg einsetzen“, sagt Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND in Baden-Württemberg.

BUND-Kandidaten-Check: Gute Möglichkeit, sich zu informieren

Der Umweltverband ist parteipolitisch neutral und gibt grundsätzlich keine Wahlempfehlung. Doch sind die Mitwirkung an der politischen Willensbildung (§ 2 Absatz 4.10 Satzung BUND LV BW) und die Information der Bevölkerung über Inhalte und Ziele des Natur- und Umweltschutzes (§ 2 Absatz 4.11) Ziel und Zweck des Landesverbandes. „Der KandidatInnen-Check setzt genau hier an. Er ist für die Wähler eine gute Möglichkeit, sich zu informieren und sich ein Bild davon zu machen, wer sich wie für ein umweltfreundliches Baden-Württemberg einsetzt. Zudem können sie den Kandidatinnen und Kandidaten im Land ihre Erwartungen an eine umweltfreundliche Politik mitteilen“, so Dahlbender.

Vier landesweite und eine Regionen spezifische Frage

Nachhaltigkeit:Setzen Sie sich dafür ein, dass alle Ministerien, landeseigenen Ämter und Behörden in ihren Kantinen und bei ihren Veranstaltungen gentechnikfreie und überwiegend regionale und ökologische Lebensmittel einsetzen?

Artenvielfalt: Setzen Sie sich dafür ein, dass der Biotopverbund im Landesentwicklungsplan und in den Regionalplänen verankert wird? Sodass zerstückelte Landschaften verbunden werden und Tiere sich wieder besser ausbreiten und fortpflanzen können.

Energiewende: Setzen Sie sich für den naturverträglichen Ausbau der Wind- und Sonnenenergie ein und dass bis 2020 10 Prozent des Stroms aus Windenergieanlagen kommen?

Glyphosat: Setzen Sie sich dafür ein, dass das gesundheitsschädliche Unkrautvernichtungsmittel nicht mehr in Parks, städtischen Grünanlagen und auf anderen landeseigenen Flächen eingesetzt werden darf?

Flächenverbrauch: Setzen Sie sich dafür ein, dass der soziale Wohnungsbau bevorzugt wird?

Wie funktioniert der BUND-Kandidaten-Check?

Der BUND in Baden-Württemberg hat die Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, SPD, Die Grünen, FDP und Die LINKE angeschrieben und aufgefordert, ihre Positionen zu den vier Kernthemen zu benennen und zu erläutern.

Die Kandidaten können mit „ja“ / „nein“ / „unentschieden“ / „keine Angaben“ antworten und einen Kommentar zu jedem Thema verfassen. Die Wähler können auf der Webseite (www.bund-bawue.de/landtagswahl-2016) mit Such-Funktion nach Kandidaten und / oder nach Wahlkreisen suchen. Sie haben auch die Möglichkeit, per Formular den Kandidaten in ihrem Wahlkreis Fragen zu ihrer Politik zu stellen. Wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat noch keine Antwort abgegeben hat, können die Wähler die Aufforderung stellen, beim BUND-Kandidaten-Check mitzumachen und die Fragen zu beantworten.

Auf der Webseite des BUND Baden-Württemberg werden die Ergebnisse präsentiert. Zudem sind dort die Forderungen des Umweltverbandes an die Parteien gestellt.