Bad Dürkheim Isenach

Foto: PVH Heidelberg

Die Offenlegung und Renaturierung des Flüsschens Isenach in Bad Dürkheim hat den diesjährigen „Gewässerentwicklungspreis“ der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft (DWA) gewonnen. „Die Isenach wurde auf einer Länge von zwei Kilometern wieder freigelegt und erlebbar gemacht. Das Projekt ist eines der gelungensten Beispiele der ‚Aktion Blau Plus‘ des Landes. Das Flüsschen ist zu einem beliebten Treffpunkt mitten in der Kurstadt geworden. Ein Gewässererlebnispfad, eine Promenade mit zahlreichen Brücken und ein Wasserspielplatz macht die Isenach wieder zum Erlebnis“, freute sich die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken über die Preisverleihung.

Vorbildlich durchgeführte Maßnahmen zur naturnahen Gestaltung im innerörtlichen Umfeld

Die Experten-Jury lobte insbesondere die vorbildlich durchgeführten Maßnahmen zur naturnahen Gestaltung der Isenach im innerörtlichen Umfeld. Die DWA zeichnet jährlich Projekte aus, die sowohl wasserwirtschaftliche als auch ökologische Ziele mit einer Aufwertung des innerörtlichen Erscheinungsbildes verbindet.

Die Landesregierung hat die Gesamtkosten des Isenach-Projekts in Höhe von 8,4 Millionen Euro mit 5,57 Millionen Euro im Rahmen der „Aktion Blau Plus“ unterstützt. Höfken erinnerte daran, dass die Isenach wie andere Gewässer in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahrhunderten vor allem zur Schaffung landwirtschaftlicher Nutzfläche massiv ausgebaut und verrohrt wurde. „Diese Sünden der Vergangenheit müssen wir jetzt mühevoll rückgängig machen, um dem Verlust der Artenvielfalt in unseren Gewässern entgegen zu wirken“, so die Ministerin. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichte die Länder, alle Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu überführen. Dieser sei in Rheinland-Pfalz erst bei 30 Prozent der Bäche, Flüsse und Seen erreicht. „Um den Rest zu schaffen, sind wir mit der ‚Aktion Blau Plus’ gut aufgestellt, denn allein von 2010 bis 2015 konnten auf diesem Weg rund 110 Millionen Euro in die Gewässerentwicklung investiert werden“, erklärte Höfken.

1.400 Gewässerrenaturierungen mit rund 920 Kilometern Länge seien in Planung oder Umsetzung. 730 ehrenamtliche Bachpatenschaften arbeiten an den Gewässern. Die Ministerin bedankte sich bei den Projektpartnern in Bad Dürkheim für ihr großes Engagement.