Das Evangelische Krankenhaus Bad Dürkheim beteiligt sich seit Anfang April 2014 am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). Dr. Franz Holz, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, und Ralph Pleier, Verwaltungsleiter der Klinik in Trägerschaft des Landesvereins für Innere Mission in der Pfalz e.V. (LVIM), haben einen entsprechenden Vertrag mit der Endoprothesenregister Deutschland GmbH (EPRD) unterzeichnet. Die Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie des Evangelischen Krankenhauses ist u.a. auf die Versorgung von Patienten mit Hüft- und Kniegelenksbeschwerden spezialisiert.

Die gemeinnützige Gesellschaft EPRD erhebt bundesweit und systematisch versorgungsbezogene Daten von Hüft- und Knieoperationen, dokumentiert sie und wertet sie aus. Der künstliche Gelenkersatz (Endoprothetik) wird jährlich bei rund 400.000 Patienten an Hüft- und Kniegelenken durchgeführt und ist damit in Deutschland eine der häufigsten Operationen überhaupt. Mit einer Teilnahme am EPRD verpflichtet sich das Evangelische Krankenhaus, beim Einbau von künstlichen Hüft- und Kniegelenken zusätzlich Daten zur Operation sowie zum Implantat anonym zu erfassen. Der dadurch entstehende umfangreiche Datenpool des EPRD gestattet es künftig, produkt- oder operationsbedingte Ursachen für Auffälligkeiten leichter und zeitnäher als bisher zu ermitteln.

„Wir sind uns schon lange sicher, dass wir im Bereich der Endoprothetik hervorragend aufgestellt sind. Mit unserer Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland wollen wir das nun auch messbar dokumentieren und nachvollziehbar darlegen, dass die Patienten bei uns gut aufgehoben sind“, unterstreicht Verwaltungsleiter Ralph Pleier. „Insbesondere wollen wir dabei unsere gute Behandlung weiter sichern. Wir setzen uns auch in Zukunft dafür ein, die hohe Qualität in der Endoprothetik zu bewahren und auszubauen.“

„Wir sind stolz darauf, dass wir uns als Klinik der Herausforderung stellen und diesem modernen Netzwerk zur Qualitätssicherung in der Endoprothetik angehören“, sagt Dr. Franz Holz. Die Ärzte in den EPRD-Kliniken können ihre Patienten umfassender beraten und die für die Patienten beste Versorgungsstrategie auswählen. Das EPRD ist eine beispielgebende Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Weitere Partner dieser Initiative sind der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), der AOK-Bundesverband, die Hersteller der Prothesen – vertreten durch den Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) – und das BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit. Das EPRD ist ausschließlich wissenschaftlichen Grundsätzen verpflichtet. Der Start des Registers wurde vom Bundesministerium für Gesundheit deutschlandweit gefördert.