Bad Dürkheim Fairtrade-Stadt

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe freuten sich mit dem Ehrenbotschafter von Fairtrade, Manfred Holz (4. v.l.) und Bürgermeister Wolfgang Lutz (mit Urkunde) über die Auszeichnung der Stadt. Foto: Stadt Bad Dürkheim

Bei einer Feierstunde am 25. September 2014 wurde Bad Dürkheim als 283. Stadt in Deutschland als „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet. Bevor Bürgermeister Wolfgang Lutz die Auszeichnungsurkunde aus den Händen von Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz entgegennahm, dankte er allen Beteiligten. „Fairtrade ist ein stiller Dialog zwischen den Verbrauchern hier vor Ort und denjenigen, die am anderen Ende der Welt etwas produzieren“, so der Bürgermeister. „Dabei ist Fairtrade nicht nur ein Titel, sondern eine Philosophie und letztendlich auch ein Auftrag“, spornte er die Bürgerinnen und Bürger zu einem bewussten Kaufverhalten an. So gebe es in Bad Dürkheim bereits mindestens 12 Geschäfte und 5 gastronomische Betriebe, die faire Produkte in ihrem Sortiment anbieten. Auch im Rathaus gehe man mit gutem Beispiel voran und serviere bei Besprechungen und Sitzungen faire Getränke.

Anstoß zur Bewerbung von Berufsbildender Schule

Den Anstoß zur Bewerbung als Fairtrade-Stadt habe die Berufsbildende Schule Bad Dürkheim gegeben, die 2013 an der Kampagne „Fairtrade-Schulen“ teilgenommen hatte und als solche ausgezeichnet worden war, erinnerte Lutz. Nach einer ersten Zusammenkunft beteiligter Personen sei im Juni 2013 eine Steuerungsgruppe gebildet worden, die aus Vertretern des Vereins AG Dritte Welt e.V., des Gewerbevereins, der protestantischen und der katholischen Kirchengemeinde, der Berufsbildenden Schule, der Lebenshilfe, der Agenda 21 und der Stadtverwaltung besteht und vom Beigeordneten Udo Zwar geleitet wird. In der Stadtratssitzung am 25. Februar 2014 schließlich hatte der Stadtrat die Verwendung von Produkten aus fairem Handel ausdrücklich begrüßt und die Bewerbung der Stadt um den Titel „Fairtrade-Stadt“ beschlossen.

Faire Preise, Verbesserung der Lebensqualität und Umweltschutz

„Fair trade bedeutet, nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer bezahlen“, verdeutlichte Ehrenbotschafter Manfred Holz bei seiner Laudatio. Ziel des Fairtrade-Siegels sei nicht nur die Zahlung eines fairen Preises und damit auch die Verbesserung der Lebensqualität in den ärmeren Regionen der Erde, sondern auch der Umwelt- und Klimaschutz. „Kaufen Sie also am besten bio, fair, regional und saisonal“, so sein Tipp an die Konsumenten. „Das ist etwas, wofür sich Bad Dürkheim beglückwünschen kann“, war auch Pfarrer Frank Biebinger überzeugt und ließ die Kinder des evangelischen Kindergartens das Lied „Gott hat alle Kinder lieb“ anstimmen. „Unsere Kinder sind dabei, weil wir uns ja alle Gedanken machen, wie wir die Welt gerechter machen können“, so Biebinger.