Die Buchen- und Eichenwälder im Ried dürsten seit Jahrzehnten, hohe Wasserentnahmen haben sie bereits stark geschädigt. Dennoch hat das Regierungspräsidium Darmstadt 2013 für weitere 30 Jahre hohe Fördermengen für das Wasserwerk Jägersburg genehmigt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) will den ökologisch wertvollen Wald vor der Vernichtung retten und hat deshalb Verbandsklage gegen den Bescheid des Regierungspräsidiums eingelegt. Damit unterstützen die Naturschützer auch die Suche des Runden Tischs Grundwasser nach einem tragbaren Kompromiss, mit dem die Baumwurzeln wieder Anschluss an das Grundwasser bekommen und der Wald sich erholt.

Zusätzlich informiert demnächst eine Ausstellung der BUND-Kreisverbände Bergstraße und Groß-Gerau über die Schäden des Riedwalds: Acht Schautafeln erklären die Probleme und den ökologischen Wert des Laubwalds im Ried und stellen eine Lösung vor. Die Schautafeln erläutern, wie sich der Riedwald in den letzten Jahrzehnten verändert und wie sehr vor allem der Eichen- und Buchen-Mischwald gelitten hat. Erkennbar wird der hohe ökologische Wert von Laubwäldern, denn sie bieten vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und den Menschen hohen Erholungs- und Erlebniswert.

Vom 4. – 24. Februar 2014 ist die Ausstellung zunächst im Rathaus von Einhausen zu sehen. Die Eröffnung findet am Dienstag, 4. Februar um 18.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird danach in verschiedenen Städten und Gemeinden der beiden Landkreise gezeigt.