Dr. Seip

Dr. Gunter Uli Seip, Chefarzt der Gefäßchirurgischen Klinik des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses. Foto: St. Marienkrankenhaus

Das Aortenaneurysma ist eine Aussackung der Hauptschlagader (Aorta) des menschlichen Körpers. Am Donnerstag, 26. Februar 2015 (19.00 Uhr), spricht Dr. Gunter Uli Seip, Chefarzt der Gefäßchirurgischen Klinik des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses (Ludwigshafen), im Rahmen einer Veranstaltung der Kreisvolkshochschule in der Max-Schule Altrip zum Thema „Aortenaneurysma – Zeitbombe im Bauch“. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Symptome für Bauchaortenaneurysma schwer zu erkennen

„Das Wachstum der Schlagader kann viele Jahre vollkommen symptomlos verlaufen“, so der Referent. Die Symptome für ein Bauchaortenaneurysma seien schwer zu erkennen, und leicht mit anderen Krankheitsbildern (z.B. Herzinfarkt) zu verwechseln. Symptome können z.B. Rücken- und Flankenschmerzen, Bauchschmerzen, Schwindel, fühlbare und tastbare Pulsationen im Bauchraum sein. Die Gefahr dieser Erkrankung liegt vor allen Dingen in der Embolisation (= Verschleppung von Gerinselmaterial) mit der Gefahr von Gefäßverschlüssen und die Ruptur (= Platzen der Schlagader) mit einer sehr hohen Sterblichkeit. Die Ursachen für die Erschlaffung der Gefäßwand sind letztendlich unklar. Als Ursachen werden die Gefäßwanddegeneration bei Arteriosklerose und entzündliche (Vaskulitis) Ursachen diskutiert. Es gibt aber eine Menge Risikofaktoren, die befördernd wirken können (z.B. Nikotinmißbrauch, Bluthochdruck, Alter).

Risikogruppen und operative Möglichkeiten

Meistens werden Aortenaneurysmata als Zufallsbefund bei abdominellen Ultraschalluntersuchungen entdeckt. „Der Ultraschall sollte auch immer das erste diagnostische Instrument sein. Für bestimmte Risikogruppen, zum Beispiel männliche Patienten über 60 Jahre mit Bluthochdruck, mit Nikotinmissbrauch und positiver Familienvorgeschichte, kann auch eine Ultraschallscreening-Untersuchung sinnvoll sein“, erklärt Seip. 1951 wurde der erste operative Aortenersatz vorgenommen. Heutzutage gibt es aber auch eine zweite operative Möglichkeit, Aortenaneurysmata zu versorgen, die „innere Schienung“ mit einer ummantelten Gefäßstütze, dem „Stent“. Erfolgt die Versorgung in einem symptomlosen Intervall, sind die vorsorgenden Operationen mit einem vertretbaren Risiko durchzuführen. Die Versorgung eines Aortenaneurysmas sollte bis auf einige wenige Ausnahmen insbesondere bei einem Durchmesser der Bauchschlagader von 5 – 5,5 cm erfolgen.

Um Anmeldung bei der Gemeindeverwaltung Altrip wird gebeten unter:
Telefon 0 62 36/39 99 25