Mannheim Radsalon

Bürgermeister Quast erläutert die Angebote des 4. Mannheimer Radsalon (v.l.): Lutz Pauels (1. Vorsitzender City-Werbegemeinschaft), Georg Sahnen (Geschäftsführer Stadtmarketing Mannheim), Bürgermeister Lothar Quast, Gerhard Fontagnier (Organisator der 6. Mannheimer Radparade). Foto: Stadt Mannheim

Am Samstag, 22. Juni 2013, findet auf den Kapuzinerplanken von 10.00 – 18.00 Uhr der 4. Mannheimer Radsalon statt. Veranstalter sind Stadt Mannheim, Stadtmarketing Mannheim und City-Werbegemeinschaft. „Diese Open-Air-Messe bildet das Thema Fahrrad in seiner ganzen Vielfalt ab und macht die Attraktivität und Bedeutung des Fahrrads für Alltag, Freizeit und Sport sichtbar. Neben den Angeboten des Fahrradhandels (vom City-E-Bike bis zum Rennrad) setzt der Radsalon auch auf verschiedene Service-Angebote“, erläuterte Bürgermeister Lothar Quast bei der Pressekonferenz.

City-Cruiser, Pedelecs, Rennräder oder Mountainbikes – lokale und regionale Fahrradhändler präsentieren auf dem Radsalon das Neueste, Schönste und Nützlichste des aktuellen und kommenden Fahrradjahres. Schnäppchenjäger können beim ADFC-Gebraucht-Radmarkt von 10.00 – 12.00 Uhr privat kaufen und verkaufen. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub erhebt für alle Verkaufswilligen eine Vermittlungsprovision von zwei Euro pro verkauftem Fahrrad. Die Stadt Mannheim ist mit ihrem RadCHECK vor Ort und prüft kostenlos Räder auf ihre Verkehrssicherheit. Kleinere Mängel werden direkt behoben. Für den Radsalon konnte außerdem das Bundesmodellprojekt „Velotransport“ gewonnen werden, das über die Vorteile und Potenziale von Lasten- und Transporträdern sowie Anhängern informiert. Hier sind sicherlich auch gute Anregungen für den Innenstadt-Handel denkbar, denn nicht jedes Paket muss mit dem Auto angeliefert werden. Georg Sahnen, Geschäftsführer der Stadtmarketing Mannheim GmbH: „Der inzwischen 4. Radsalon untermauert Mannheims Stellung als lebenswerte Großstadt. Mit seiner Mischung aus Infotainment und Shopping bildet das Messeprogramm dafür einen attraktiven Rahmen.“

Der Höhepunkt des Radsalons ist die große Radparade durch Mannheim und Ludwigshafen. Mit einer Fahrt auf gesperrten Straßen setzen sich die Teilnehmer für mehr Rad- und Fußverkehr und für weniger Lärm und Staus ein. „Gleiche Straße – gleiche Rechte“, das ist das Motto der diesjährigen 6. Radparade. Radfahrende sind leider noch immer die Benachteiligten, von gleichen Rechten kann noch lange nicht die Rede sein. Mit der Radparade zeigen wir, dass wir in doppelter Hinsicht kritische Masse sind und haben zudem Riesenspaß“, so Gerhard Fontagnier, der die Radparade organisiert.

Der Radsalon ist ein Baustein des 21-Punkte Programms. Dieses hat zum Ziel, den Radverkehrsanteil von derzeit 15 auf 20 Prozent bis 2014 zu steigern. Das Handlungsprogramm schließt neben mehr Service-Angeboten rund ums Fahrrad u.a. den Ausbau der Radwege mit ein. „Mit dem Radsalon werben wir natürlich auch für eine fahrradfreundlichere Gestaltung der Innenstadt. Dafür brauchen wir ganz besonders die Unterstützung des Handels. Es ist für uns sehr wichtig, diesen als starken Partner zu haben“, erläuterte Quast. Erste Erfolge belegen dies. So wurden die Fahrradabstellplätze vor engelhorn sports erweitert. Außerdem sollen weitere Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet werden. „Neben dem Auto und dem ÖPNV spielt das Fahrrad eine immer größere Rolle bei der Erreichbarkeit der City, insbesondere aus den stadtnahen Bezirken und Stadtteilen. Deshalb muss es auch genügend Raum für die Fahrräder geben, wie z.B. Abstellplätze. Auch ein öffentliches Angebot an Fahrradverleih wäre für die City wünschenswert“, ergänzt Lutz Pauels, 1. Vorsitzender der City Werbegemeinschaft.

Im Bereich der Infrastruktur legt die Stadt besonderen Wert auf Fahrradstraßen. Die Mönchwörthstraße ist bereits fertig, die Karl-Ladenburg-Straße wird im Juli fertig gestellt. Gute Nachrichten gibt es auch vom Stephanienufer. Diese von Radfahrern stark frequentierte Straße kann nach der Sommerpause als Fahrradstraße ausgewiesen werden.